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TAGUNG 12. DEZEMBER 2002

Öffentliche Unternehmen oder Private Versorger?
Die Zukunft des Krankenhausmarktes

 

Universität Bayreuth, Tagungsraum des Studentenwerks Oberfranken


Im DRG-Zeitalter wird sich die Konsolidierung bestehender Überkapazitäten in  der stationären Versorgung in Deutschland ebenso wie die Verzahnung  bisher getrennter Vergütungsstrukturen beschleunigen. Häufig  setzen damit verbundene Transformationsprozesse erhebliche Investitionen  in Sach- und Personalressourcen voraus, die in Zeiten defizitärer  öffentlicher Haushalte immer weniger aus kommunalen Haushalten finanziert werden können.
Das Ziel muss es daher sein, angesichts knapper finanzieller Ressourcen  der Kommunen und der Sozialversicherungsträger die staatliche Krankenhausplanung  nachfrageorientiert und zielgerichtet im Konsens mit allen Beteiligten  zu gestalten. Eine flexible Leistungsplanung sollte daher sämtliche Leistungsbereiche (Akut, Reha, ambulant) einbeziehen und keine Bestandsgarantie für einzelne Häuser darstellen.
Doch auch zur strategischen Weiterentwicklung (z. B. Anpassung des medizinischen  Leistungsportfolios) und Etablierung integrierter Versorgungsstrukturen sind erhebliche Investitionsmittel notwendig. Angesichts defizitärer Wirtschaftspläne vor allem kommunaler Kliniken und der damit verbundenen und zunehmend auf EU-Ebene problematisierten Zulässigkeit der Dauerbezuschussung  aus öffentlichen Haushalten besteht dringender Handlungsbedarf.
Kliniken und Klinikträger müssen sich demnach fragen, wie die  Struktur der stationären Versorgung im DRG-Zeitalter weiterentwickelt werden kann. Wird auch weiterhin jedes Krankenhaus "Universalversorger"  sein? Welche Kooperationen sind einzugehen? Ist die Privatisierung ein  Garant für effiziente Versorgungsstrukturen? Und wie stehen die Kostenträger  zu Kliniken, die aufgrund von Effizienzvorteilen Überschüsse  erwirtschaften und diese z.B. zur Finanzierung von Innovationen einsetzen?

Im Rahmen unserer Expertentagung haben wir uns diesem medizinisch, ökonomisch  und politisch brisanten Feld von den relevanten Seiten genähert. Da wir neben Vertretern führender Klinken auch Vertreter der Kostenträger und der Politik als Referenten gewinnen konnten, war für eine angeregte Diskussion gesorgt. Wir konnten ca. 150 Teilnehmer gewinnen, die sich insbesondere aus Geschäftsführern,  Verwaltungsleitern, Chefärzten und niedergelassenen Praktikern sowie Vertretern der Industrie, Krankenversicherungen und Dienstleistern zusammensetzte.

Die Beiträge der Referenten  können durch Klick auf den Vortragstitel im pdf-Format (Adobe Acrobat Reader) angezeigt oder gespeichert werden.

 

 

Programm

  

 

Prof. Dr. Peter Oberender  

Ordinarius für Volkswirtschaftslehre, Universität Bayreuth,
Senior Partner Oberender & Partner

Begrüßung, Einführung
Öffentliche  versus private Krankenhäuser - die Sicht des Ökonomen

 

 

 

Dr. Reinhard Schwarz

Geschäftsführer Sana Kliniken GmbH
Optionen kommunaler Krankenhäuser aus Sicht eines privaten Krankenhausträgers (Praxisbeispiel)
vortragsbezogene Diskussion

 

 

 

Franz Stumpf

1. Vorsitzender Bayerische Krankenhausgesellschaft, München
Zukunft der Krankenhausversorgung aus Sicht der BKG
vortragsbezogene Diskussion

 

 

 

Dr. Ernst Bruckenberger

Lehrbeauftragter Medizinische Hochschule Hannover
DRG - Mindestmengen versus flächendeckende Versorgung, Zukunft der Krankenhausplanung
vortragsbezogene Diskussion

 

  

 

Heinz Lohmann

Vorstandssprecher LBK Hamburg
Positionierung von Krankenhäusern im europäischen Zukunftsmarkt Gesundheit
vortragsbezogene Diskussion

 

 

 

Dr. Christoph Straub

Leiter Stabsbereich Unternehmensentwicklung Techniker Krankenkasse
Die zukünftige Rolle der Krankenhäuser aus Sicht der TK
vortragsbezogene Diskussion

 

  

 

Dr. Rolf Hoberg

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender AOK Bundesverband
Die zukünftige Rolle der Krankenhäuser aus Sicht der AOK
vortragsbezogene Diskussion

 

 

 

Veranstalter:
Forschungsstelle für Sozialrecht und Gesundheitsökonomie der Universität Bayreuth
Oberender & Partner, Unternehmensberatung im Gesundheitswesen

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Tel:  (0921) 745443-0
Fax: (0921) 745443-29
E-Mail:  tagung@oberender-online.de

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